Die Katze spricht mit ELISABETH KRANZ

Elisabeth Kranz, aufgewachsen in Berlin, war eine fortschrittliche Frau – eine gute humanistische Bildung und ein Doktortitel am Ende der Lehramtsprüfung waren die Grundlage für eine ungewöhnliche Karriere in Ludwigsburg. Sie wurde Leiterin der „Mädchenrealschule“. Die Schule änderte mehrfach ihren Namen, Elisabeth Kranz änderte ihre Haltung nicht. So geriet sie in Konflikt mit dem NS-System und musste ihren Posten aufgeben. Sie lebte mit einer Kollegin zusammen, die Jüdin war und vor dem NS-Terror nach England floh. Eine andere wichtige Frau in ihrem Leben war ebenfalls Jüdin und wurde im KZ ermordet. Als Elisabeth Kranz nach dem Ende der Diktatur die Leitung des neu benannten Goethe-Gymnasiums übernahm, war sie von vielen bitteren Erfahrungen geprägt und blieb doch eine Menschenfreundin.

Figuren: Kastanientheater Ludwigsburg
Stimmen: Andrea Banse · Suse Piwonka
Recherche, Text: Jochen Faber
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